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Landwirtschaftspraktikum am Klosterhof

Landwirtschaftspraktikum am Klosterhof

 

Gundelfingen, 28.09.2019: Am Klosterhof bekommen wir Jahr für Jahr tatkräftige Unterstützung von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Waldorfschulen aus der Region. Grund ist das dreiwöchige Landwirtschaftspraktikum, das in den neunten Klassen der Waldorfschulen vorgesehen ist. Es dient dazu, landwirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und zu erleben. Darüber hinaus sollen unter anderem praktische Fertigkeiten erlernt und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt werden.

Am Klosterhof lernen die Praktikantinnen und Praktikanten den Alltag in einer Gemüsegärtnerei kennen. Sie schnuppern in die unterschiedlichen Bereiche hinein, je nach Saison vom Pflanzen, Ernten und Aufbereiten des Gemüses bis hin zum Verkauf auf dem Markt.

Exemplarisch für die vielen tollen Praktikantinnen und Praktikanten hier ein kleiner aber feiner Bericht unserer drei Praktikantinnen aus diesem Herbst – vielen Dank und alles Gute euch dreien!

Hallo! Wir sind drei 14 jährige Mädchen aus der Freien Waldorfschule Freiburg Rieselfeld, die auf dem Klosterhof ihr Landwirtschaftspraktikum gemacht haben! Wir haben viele neue Arbeiten kennen gelernt wie das Karotten ziehen oder das Kürbis waschen und noch vieles mehr! Die Arbeit war meistens sehr anstrengend, hat aber - trotz des Muskelkaters in der ersten Woche - viel Spaß gemacht! Wir haben Montags bis Freitags von 8-13 Uhr und 14-17 Uhr gearbeitet (natürlich mit ein paar Pausen dazwischen! :p ). Mittags gab es jeden Tag ein sehr leckeres Mittagessen (und immer vegetarisch)! Alles in Allem hat es uns sehr gut gefallen auf dem Klosterhof, wir haben das Leben und die Arbeit einer Gärtnerei kennen gelernt! Wir bedanken uns für die nette Gastfreundlichkeit von allen Mitarbeiter/innen des Klosterhofs!“

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Sonnenenergie vom Klosterhof

Sonnenenergie vom Klosterhof

Gundelfingen, 15.09.2019: Den Klosterhof in Gundelfingen gibt es bereits seit über 500 Jahren. Einst produzierte Familie Müller hier Wein und landwirtschaftliche Erzeugnisse für das Zisterzienserinnenkloster Rottenmünster bei Rottweil. Später versorgte sie Gundelfingen und Umgebung mit frischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Fleisch, Milch, Eiern, Getreide und Gemüse. In der großen, im Jahr 1966 gebauten Scheune wurden noch bis zur Umstellung zum Gemüsebaubetrieb Rinder und Schweine gehalten. Mit der Umstellung 1997 wurde die Scheune aufgrund der veränderten betrieblichen Anforderungen umgestaltet und dient bis heute als zentrales Gebäude für Lagerräume, Kühllager, Büro, Kommissionierplatz und Sozialraum.

Seit Sommer 2019 jedoch ist die Scheune nicht mehr nur Zentrum des Gemüsebaubetriebs, sondern gleichzeitig dessen Stromproduzent. Das 640 m² große Scheunendach dient schon seit Jahrzehnten zum Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung. Dank Solarmodulen der Firma Heckert aus Chemnitz kann die bisher ungenutzte Sonnenenergie nun genutzt werden, um die vier Kühllager, Backstube, Büro, Küche und kleinere Verbraucher mit Strom zu versorgen. Doch nicht nur das: die polykristallinen Solarzellen produzieren an guten Tagen so viel Strom, dass ein Großteil davon ins Stromnetz eingespeist werden kann.

Solaranlagen mit polykristallinen Solarzellen haben momentan übrigens eine energetische Amortisationszeit von ca. 30 Monaten. Das bedeutet, dass die Anlage nach ca. 30 Monaten so viel Energie erzeugt hat, wie für ihre Herstellung benötigt wurde. Der Erntefaktor hingegen gibt an, wie viel mehr Energie eine Anlage im Laufe ihres Lebens erzeugen kann als ihre Herstellung gekostet hat. Hier liegen Solaranlagen mit polykristallinen Solarzellen bei einem Erntefaktor von ca. 10. Mit anderen Worten: Solaranlagen erzeugen genug Strom, um einen Beitrag leisten zu können, uns von konventionellen Energiequellen unabhängig zu machen. Auch wenn viele Herausforderungen bleiben - Stromspeicherung, Stromverteilung, Ressourcenknappheit, sinnvolle Kombination regenerativer Energien etc. – wir hoffen, mit unserer Photovoltaikanlage am Klosterhof einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende getan zu haben. Und ab sofort gilt also:

 

Bioland-Gemüse vom Klosterhof - frisch und solargekühlt!

...einfach cool!

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